Endspiel

Von Samuel Beckett.
  • Spiel-Felder gilt es zu wahren
    Aus-Setzen, Über-Springen,
    Wiederholung, Zufall, Glück?
    Sätze, die wie Würfel fallen?
    Worte, die wie Figuren gezogen werden
    Bewegungen wie Spielkarten
    Leben wie Spielregeln

    Samstag, 7. Februar, 20 Uhr
    Sonntag, 8. Februar, 18 Uhr

    Karten an der Abendkasse, 15 bzw. 13 Euro

    Vier Personen, zwei Generationen. Sie alle sind versehrt: erblindet, amputiert, den Rücken versteift. Alt und jung. Jede und jeder zieht seine Verletzung mit sich durch die Zeit, die bleibt.
    Das Ende ist jeder-zeit sehr nah.
    Jemand eröffnet das Spiel. Das Endspiel.
    Vier Personen, in einem Raum. Draußen liegt eine zerstörte Welt, kein Leben mehr, kein Morgen.
    Es bleibt nicht viel, was noch getan werden, wie Zeit noch gestaltet werden kann. Es bleibt der immer gleiche Ablauf der Zeit, des Tages, der Sehnsucht. Es bleibt die Angst, es wird zu Ende gehen.
    Vier Personen und ihre Beziehungen zueinander, voller Abhängigkeit voneinander - und Bezogenheit aufeinander. Hierin gedeiht Hass, Wut und Verzweiflung, hierin keimt Erinnerung, Stille, Sprachlosigkeit, Traumhaftes.
    Sie alle haben Hunger – nach Licht, Leben und Hoffnung. Nach Dialog und Verständnis, nach Nähe und Zugehörigkeit. Oder nach einem Zwieback. Es ist nicht viel, was bleibt, am Ende.


    Samuel Beckett schrieb ENDSPIEL 1956 (frz. Fin de partie, engl. Endgame). Das Stück, uraufgeführt am 3. April 1957 am Royal Court Theatre in London, zählt zum Absurden Theater. Experimentell, grotesk, surreal, so kann auch Becketts ENDSPIEL beschrieben werden.


    werk.stück.theater

    Ensemble:

    Mathias Bonhoeffer – Nagg
    Birgit Völker – Nell
    Jutta Hoever – Hamm
    Zeynep Sarikaya – Clov

    Inszenierung: Sophie Starke

    Technik: Taro Sladek
    Grafik: Philip Jursch

    Fotos: Justus Rödel

Bornheimer Str. 130
53119 Bonn